Karate-dô: Weg der leeren Hand

Kihon: Junzuki no tsukomi von Marco, Bärbel und Christoph
Kihon: Junzuki no tsukomi von Marco, Bärbel und Christoph

Was ist Karate-dô?

KARATE

Beim Karate-dô werden die Gliedmaßen zu natürlichen Verteidigungswaffen ausgebildet. Karate wurde auf Okinawa entwickelt und hat sich über Japan auf der ganzen Welt verbreitet. In den 80er Jahren haben die typischen Karatefilme einen großen Teil zur Bekanntheit des modernen Karate beigetragen. Das Training hat aber nur wenig mit den gezeigten Actionszenen gemeinsam...

 

KARATE-DÔ

Die Endung "dô" (jap. Weg) gibt einen wichtigen Hinweis auf die geistige Komponente des Karate. Neben rein körperlichen Eigenschaften wie Schnelligkeit, Reaktionsvermögen und Ausdauer fördert Karate-dô in besonderem Maße charakterliche Eigenschaften wie Mut, Höflichkeit und Selbstbeherrschung.

 

WADÔ-RYÛ

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Stile entwickelt. Wir üben Wadô-Ryû (jap. Weg des Friedens) - ein schneller, besonders ökonomischer Stil, welcher auf Großmeister Hironori Ôtsuka zurückgeht (*1892 - †1982).


Wie wird Karate unterrichtet?

Für Fortgeschrittene: Faustliegestütz
Für Fortgeschrittene: Faustliegestütz

SENSEI NI REI

..bedeutet "Gruß zum Lehrer". Jede Trainingseinheit beginnt und endet mit einer gegenseitigen Respektsbekundung. Im weiteren Trainingsverlauf finden sich weitere Momente, in welchen die traditionelle Etikette gepflegt wird.

 

AUFWÄRMEN

Das Aufwärmtraining besteht in der Regel aus lockeren Übungskämpfen oder Laufeinheiten. Es folgen Kräftigungs- und Dehnungsübungen, welche jeder Schüler an seine individuelle Leistungsfähigkeit anpasst.

 

KIHON, KATA, KUMITE

.. sind die sogenannten "drei Säulen des Karate". Sie bilden das Herzstück einer jeden Trainingseinheit.

Kihon

Beim Kihon (jap. Grundlage) üben die Schüler Einzeltechniken mit dem Ziel, diese zu perfektionieren. Hierfür sind Geduld und Willensstärke nötig, da es auch nach vielen Wiederholungen immer noch etwas zu verbessern gibt.

Kata

Die Kata (jap. Form) sind traditionelle Abfolgen von genau festgelegten Techniken. Die Schüler stellen sich vor ihrem inneren Auge eine reale Kampfsituation vor, in welcher sie sich verteidigen müssen. Konzentration und Timing sind hierbei besonders wichtig.

Kumite

Kumite (jap. Begegnung der Hände) sind Partnerübungen. Hierunter fallen sowohl festgelegte Abfolgen, als auch der freie Kampf. Achtsamkeit, Reaktionsvermögen und Kontrolle stehen im Vordergrund; der Partner darf unter keinen Umständen verletzt werden.


Karate für Kinder?

Spagat ist für Johanna ein Kinderspiel! Mattis zeigt einen Sokuto chudan.
Spagat ist für Johanna ein Kinderspiel! Mattis zeigt einen Sokuto chudan.

Kinder ab 8 Jahren können bei uns mit dem Training beginnen.

Bewegunsfreude, Ausdauer und Koordination stehen bei den Kleinen im Vordergrund. 

Eigenschaften wie Geduld und Konzentrationsfähigkeit werden durch das Training verbessert.

Außerdem wird dem Karate nachgesagt, dass es der charakterlichen Entwicklung sehr zuträglich sein kann. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt und Werte wie Zusammenhalt, Respekt und Rücksichtnahme werden entwickelt.

Das im Alltag und auf dem Schulhof leider oft anzutreffende Konkurrenzdenken hat im Dôjô (Trainingsort) keinen Platz. 

Darüber hinaus macht das gemeinsame Auspowern Spaß und aus Kindersicht ist Karate einfach cool.